DAM PREIS FÜR ARCHITEKTUR IN DEUTSCHLAND 2015

Gewinner des DAM Preises für Architektur in Deutschland 2015 sind die Neuen Meisterhäuser in Dessau des Architekturbüros Bruno Fioretti Marquez. Die Architekten realisierten anstelle einer originalgetreuen Rekonstruktion eine „städtebauliche Reparatur“ mit der exakten und dennoch abstrahierten Wiedergabe der Hülle der ehemaligen Direktorenvilla Gropius und der Doppelhaushälfte Moholy-Nagy. Vielleicht gab es in der Geschichte dieses Preises noch nie einen so stark zur Debatte anregenden und gerade dadurch verdienten Gewinner. Das Projekt steht im Mittelpunkt der Ausstellung "DAM PREIS FÜR ARCHITEKTUR IN DEUTSCHLAND – Die 22 besten Bauten in\aus Deutschland" von 30. Januar bis 8. Mai 2016. Sie zeigt zum 9. Mal einen von einer Jury sorgfältig abgewogenen Querschnitt herausragender Bauten in und aus Deutschland. Diese stehen für die unterschiedlichsten Nutzungen und spiegeln drängende wie konstante, exotische wie vertraute Bauaufgaben, darunter unterschiedliche Wohnformen, Kulturbauten und auch eine Gedenkstätte.

Das DAM Jahrbuch 2015\16 ist im Prestel Verlag erschienen und enthält u.a. zwei Essays zum Thema Rekonstruktion:  Philipp Oswalt mit „Wie rekonstruieren?“ und als Gegenposition Florian Mausbach mit „Architektur der Erinnerung“. In einem großen Interview beschreibt Francis Kéré die Unterschiede und Parallelen seiner Arbeit in Europa und Afrika und die Verantwortung der Architektur für die jeweilige Gesellschaft. Erhältlich ist das Jahrbuch im Buchhandel und als Museumsausgabe im DAM. Mitglieder der Gesellschaft der Freunde des DAM erhalten das Jahrbuch kostenfrei an der Museumskasse.

Die 22 besten Bauten in\aus Deutschland:

BRUNO FIORETTI MARQUEZ, BERLIN
Neue Meisterhäuser, Dessau
BÄCHLE MEID ARCHITEKTEN STADTPLANER, KONSTANZ
Josefine-Kramer-Haus, Tettnang
BARKOW LEIBINGER, BERLIN
Fellows Pavillon der American Academy, Berlin
BAYER & STROBEL ARCHITEKTEN, KAISERSLAUTERN
Wohngebäude, Ottweiler
BRANDLHUBER + EMDE, SCHNEIDER, BERLIN
„Antivilla“ Wohngebäude, Potsdam
SILVIA CARPANETO MIT FATKOEHL ARCHITEKTEN, BARARCHITEKTEN, BERLIN
Wohngenossenschaft Spreefeld, Berlin
COOP HIMMELB(L)AU, WIEN
EZB Ensemble, Frankfurt am Main
HILD UND K, BERLIN
Bikini Berlin
KISSLER + EFFGEN, WIESBADEN
Grabeskirche St. Bartholomäus, Köln
LUX ARCHITECT, NEUSÄSS
Wohngebäude, Neusäß
MGF ARCHITEKTEN, STUTTGART
Kindertagesstätte, Frankfurt am Main
MÜLLER REIMANN ARCHITEKTEN, BERLIN
Fachzentrum, Berlin
NBUNDM* NEUBURGER, BOHNERT UND MÜLLER ARCHITEKTEN, MÜNCHEN
Kulturwerk Halle NEUN, Ingolstadt
PETER HAIMERL.ARCHITEKTUR, MÜNCHEN
Konzerthaus, Blaibach
RAIMUND ABRAHAM †, NEW YORK
Abraham-Bau, Hombroich/Neuss
ROBERTNEUN ARCHITEKTEN, BERLIN
Wohnhäuser am Lokdepot 1, 2, 3, Berlin
RÜTHNICK ARCHITEKTEN, BERLIN
Gedenkstätte „Wald der Erinnerung“, Potsdam
STAAB ARCHITEKTEN, BERLIN
LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
ZIEGERT|ROSWAG|SEILER ARCHITEKTEN INGENIEURE, BERLIN
„Torfremise“ Wohngebäude und Werkstatt, Schechen

ACKERMANN + RAFF, STUTTGART
High School, Thazin, Myanmar
BEHNISCH ARCHITEKTEN STUTTGART
WIPO-Konferenzgebäude, Stuttgart
KÉRÉ ARCHITECTURE, BERLIN
Krankenhaus, Léo, Burkina Faso

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 24.04.2018