EUROPÄISCHER ARCHITEKTURFOTOGRAFIE-PREIS 2009
Der Europäische Architekturfotografie-Preis wurde 1995 zum ersten Mal ausgelobt. Seitdem wird er alle zwei Jahre organisiert – verbunden damit, dass die 28 besten Bildserien in einem hochwertigen Katalog dokumentiert und in einer internationalen Wanderausstellung gezeigt werden. Die kulturelle Bedeutung des Preises legte nahe, ihn einer gemeinnützigen Organisation anzuvertrauen. Auf Initiative von Wilfried Dechau, Hans-Eberhard Hess und Prof. Dr. Rolf Sachsse wurde 2003 der architekturbild e.V. – Verein zur Förderung der fotografisch-künstlerischen Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt – mit Sitz in Stuttgart gegründet, dem inzwischen über hundert Mitglieder beigetreten sind. Seit 2008 wird der Europäische Architekturfotografie-Preis in Kooperation mit dem Deutschen Architekturmuseum ausgelobt und vergeben. Das DAM ist 2009 somit erstmals sowohl Ausstellungsort wie Austragungsort der Preisverleihung; seit 2008 hält es den Archivbestand desEuropäischen Architekturfotografie- Preises in seiner Sammlung.

2009 geht der mit 6.000 € dotierte Europäische Architekturfotografie-Preis an den Münchener Fotografen Stephan Sahm. Zwei gleichwertige zweite Preise erhalten Jacky Longstaff (Newscastle upon Tyne) und Timothy Griffith (San Francisco). In diesem Jahr stand der Europäische Architekturfotografie-Preis unter dem Thema „Neue Heimat – New Homeland“. Aus 233 Beiträgen aus sechzehn Ländern zeichnete die Jury unter Vorsitz von Hans-Michael Koetzle, Publizist und bis 2007 Chefredakteur der Leica World, die vierteilige Fotografieserie von Stephan Sahm mit dem ersten Preis aus.

Eine gleichnamige Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum zeigt von 25. April bis 30. Juni 2009 28 ausgewählte Beiträge, darunter die drei prämierten Arbeiten, vier Auszeichnungen sowie weitere Anerkennungen.
Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 19.02.2018