HÄUSER DES JAHRES 2012

Das DAM und der Callwey Verlag haben auch 2012 wieder gemeinsam Preise und Auszeichnungen für die  „Häuser des Jahres – Die besten Einfamilienhäuser“ vergeben. Gesucht wurden vorbildliche Wohnhauskonzepte, die von hoher architektonischer Qualität zeugen. Kriterien wie Nachhaltigkeit, ein innovativer Einsatz von Materialien sowie ein kreativer Umgang mit der baulichen Situation spielten neben der konsequenten Ausführung eine wichtige Rolle. Hauptpreisträger ist Daniele Marques, Luzern für das Projekt "Drei Einfamilienhäuser in Luzern".

"Die Lage am Vierwaldstätter See ist beneidenswert, mit dem Blick auf See, Ort und Hochgebirge, mit Wald, Wiesen und Weinacker in nächster Nähe. Sogar die Hangneigung stimmt, Norden liegt im Rücken. Statt diese fabelhafte Parzelle mit einem einzigen luxuriösen Anwesen zu überbauen, entschieden sich Bauherr und Architekten, die Vorzüge der Lage mehreren Parteien zukommen zu lassen. Drei zeilenförmig organisierte Häuser plus eine untere Wagenhalle wurden übereinander gestapelt. Zwei haben eine großzügige Gartenfläche mit einem langen Wasserbecken auf dem Dach des jeweils unteren Hauses. Schmale Kaminschlote sind hoch geführt, um die Abgase besser zu verteilen, aber auch, um jede Wohneinheit zu akzentuieren. Für den Blick von außen wirken die weißen Scheiben wie Anspielungen auf die Hochhäuser, die weit hinten über das Seeufer ragen. Eine Außenstiege, die zu den oberen Häusern führt – denn zu Fuß muss man die Höhe erklimmen –, wird von Seitenmauern begleitet, die den Einblick in die Dachgärten verhindern. Die Jury entschied sich für die Vergabe des ersten Preises nicht zuletzt, weil hier das Ur-Schweizer Thema des Terrassenhauses intelligent variiert wurde. Trotz kompakter Dichte bietet die Anlage ein denkbar hohes Maß an Wohnkomfort und Eleganz." (Wolfgang Pehnt)

Ein Sonderpreis ging an 2b architectes, Lausanne, für eine "Urbane Villa" in Lausanne. Auszeichnungen erhielten Katrin und Otto Brugger, Bartholomäberg, für die Sanierung eines Bauernhauses in Bartholomäberg; L3P Architekten, Regensberg für zwei Minergiehäuser in Oberweningen; Denzer & Poensgen, Nettersheim-Marmagen für die Erweiterung eines Wohnhauses in Wuppertal ("Wir mussten schon etwas zaubern" \ Kölner Stadt-Anzeiger) und e2a eckert eckert architekten für ein Privathaus am Zürichsee.

Anerkennungen gingen an Architekten Luger & Maul, Wels, für ein Badehaus in Unterach am Attersee; Marte.Marte Architekten, Weiler, für eine Schutzhütte im Laternsertal; LP Architektur Tom Lechner, Altenmarkt, für ein Wohnhaus in Oberösterreich und Jo.Franzke Architekten, Frankfurt am Main, für ein Stadthaus in Frankfurt am Main.

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 24.04.2018