HÄUSER DES JAHRES 2016

Zum sechsten Mal lobte der Callwey Verlag in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum und der Unterstützung des InformationsZentrum Beton sowie Hofquartier den Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser“ aus. Die überzeugend besetzte Jury erkor im Februar 2016 aus 202 Einreichungen 50 Projekte und benannte aus diesen einen Preisträger, zwei Auszeichnungen und fünf Anerkennungen. Dabei wurde Wert auf Nachhaltigkeit, innovativen Einsatz von Materialien, kreativen Umgang mit der baulichen Situation und auf konsequente Ausführung gelegt. Das Buch zum Wettbewerb präsentiert diese 50 besten Häuser – mit zahlreichen Fotos, Lage- und Architektenplänen und aussagekräftigen Projektbeschreibungen aus der Feder von Wolfgang Bachmann, Publizist und ehemaliger Herausgeber des Architektur-Magazins Baumeister. Und der in Aschau schaffende Designer Nils Holger Moormann steuert die Einleitung bei.

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis gewann Guntram Jankowski von werk A Architektur aus Berlin für das Projekt Neue deutsche Welle in Olching; Die Jury war begeistert vom disziplinierten Umgang mit den preiswertesten Materialien (Wellblech, Estrich, Holztafeln), der das Ziel der Sparsamen adelt: Ein Musterbeispiel der Einfachheit für das kleine Budget. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist perfekt. Die Flächen werden optimal genutzt und intelligent differenziert, so dass die 145 Quadratmeter für bis zu sechs Personen genügend Platz bieten. Natur- und Recyclingbaustoffe, wie Holz und Zellulosedämmungen, sorgen schon während des Baus für einen sehr effizienten Energieverbrauch. Als „KfW Effizienzhaus 55“ leistet es einen verantwortungsvollen Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Der Bautypus ist tradiert, jedoch schafft die Verwendung eines einheitlichen Materials für die gesamte Gebäudehülle (Dach und Wand) sowie die raffinierte Gliederung der Fassade durch Vertikalfenster eine erfreulich gute Integration des Wohnhauses in die Umgebung. Gerade in den stetig wachsenden, urbanen Ballungsgebieten bedarf es Wohnlösungen, die sowohl wirtschaftlich als auch platzsparend umgesetzt werden können. Die „Kleine Welle“ erfüllt die Erwartungen an ein modernes Stadthaus und zeigte in beispielhafter Weise der Jury ein Modell für zukünftiges Bauen.

Auszeichnungen gingen an:

  • Thomas Kröger Architekten, Berlin, für das Haus „Landluft“ in Gerswalde;
  • Markus Schietsch Architekten, Zürich, für das Haus „Über den Wiesen“ in Ipsach

Anerkennungen gingen an:

  • bächlemeid architekten stadtplaner, Konstanz, für das Haus Charakterrolle in Konstanz
  • Davide Macullo architects, Lugano (CH) für das Haus Verwandlungskunst in Preonzo
  • peter haimerl. Architektur, München, für sein Objekt Die Liebe zur Geometrie in München-Alt-Riem
  • savioz fabrizzi architects, Sion (CH) für das Haus Bergbau in Val d‘Hérens
  • archinauten / dworschak + mühlbachler architekten zt gmbh, Linz (A), für ein „Artefakt“ in Linz-St. Magdalena

Der Jury gehörten an:

  • Peter Cachola Schmal (Direktor des DAM, Frankfurt)
  • Dr. Wolfgang Bachmann (freier Autor und Architekturkritiker)
  • Prof. Meinhard von Gerkan (Architekt, Gründer von gmp)
  • Nils Holger Moormann (Designer und Möbelhersteller)
  • Bernardo Bader (Architekt und Gewinner des Wettbewerbs 2015)
  • Ulrich Nolting (InformationsZentrum Beton)

Das DAM präsentiert die Siegerprojekte Ausstellung bis 20. November 2016.

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 24.01.2018