INTERNATIONALER HOCHHAUS PREIS 2006
Verleihung des Internationalen Hochhaus Preises 2006
17. November 2006, Paulskirche, Frankfurt am Main

High Society
Aktuelle Hochhaus Architektur und der Internationale Hochhaus Preis 2006
Ausstellung Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main
19. November 2006 – 11. Februar 2007

Der Internationale Hochhaus Preis 2006

Jean Nouvel nahm am 17. November 2006 in der Frankfurter Paulskirche den Internationalen Hochhaus Preis 2006 entgegen. Der französische Architekt erhielt die renommierte Auszeichnung für den von ihm entworfenen „Torre Agbar“, ein 142 Meter hohes Gebäude, das seit Juli 2005 das Stadtbild Barcelonas prägt. Überreicht wurde der Preis von Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, sowie von Matthias Danne, Mitglied des Vorstands der DekaBank. Der mit 50.000 Euro dotierte Internationale Hochhaus Preis wurde nach 2004 zum zweiten Mal verliehen. Auslober ist die Stadt Frankfurt, Stifter die DekaBank Deutsche Girozentrale, der zentrale Fondsdienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. Prämiert wird jeweils ein Gebäude, das sich durch besondere Ästhetik, städtebauliche Einbindung, Nachhaltigkeit sowie innovative Technik und Wirtschaftlichkeit hervorhebt. Der „Torre Agbar“, so die international besetzte Jury unter Vorsitz des Stuttgarter Ingenieurs Werner Sobek, sei das Symbol für die Entwicklung eines neuen Stadtviertels in Barcelona. Seine expressive Gestalt, eine Form, die scheinbar aus dem Erdboden aufsteige, markiere die pulsierende Dynamik einer städtebaulichen Revitalisierung. Bauherr des zukunftsweisenden Gebäudes ist Layetana Developments, genutzt wird es von dem weltweit tätigen Konzern Aigües de Barcelona/Sociedad General de Aguas de Barcelona SA, dem Wasserversorgungsunternehmen der katalanischen Metropole. Darüber hinaus sprach die Jury vier Anerkennungen aus, alle für Wohnhochhäuser. Ausgezeichnet wurden der 190 Meter hohe „Turning Torso“ in Malmö von Santiago Calatrava (Valencia / Zürich), der 106 Meter hohe Wohnturm „Wienerberg“ von Delugan Meissl Associated Architects (Wien), das 152 Meter hohe „Montevideo“ in Rotterdam von mecanoo architecten b.v. (Delft) und das 100 Meter hohe Mischnutzungsprojekt „Jian Wai Soho“ in Peking von den japanischen Architekten Riken Yamamoto & Field Shop (Yokohama).

Die Ausstellung "High Society"

Die Hochhaus-Ausstellung "High Society“ im Deutschen Architekturmuseum (DAM) präsentiert die ausgezeichneten Gebäude des Internationalen Hochhaus Preises 2006. Sie zeigt des Weiteren einen Querschnitt der jüngsten Entwicklungen im Hochhausbau weltweit. Die Ausstellung wird von der DekaBank ermöglicht. Zusätzlich gefördert wird sie durch die Hochtief Construction AG. Der Hochhausbau boomt. Selbst die Attentate auf das World Trade Center vom 9. September 2001 in New York hatten ein nur kurzes Innehalten zur Folge. Weltweit schwingen sich neue Wolkenkratzer in immer größere Höhen empor. Exemplarisch werden in der Ausstellung" neben den Preisträgern sechzehn herausragende Hochhäuser vorgestellt, die nicht nur durch ihre Höhe, sondern auch ihre Gestaltung, technische Innovationen, ihren Standort und ihre Nutzung beeindrucken. Auffallend dabei ist der besonders ausgeprägten Bau-Boom auf der Arabischen Halbinsel und in anderen asiatischen Ländern. Gebäude mit Wahrzeichencharakter entstehen, die das Bestreben widerspiegeln, die wirtschaftliche Dynamik einzelner Firmen oder ganzer Landstriche zu symbolisieren. Neue Hochhaus-Stadtviertel entstehen innerhalb kürzester Zeit, wie in Peking und Moskau. Spektakuläre Hotelprojekte liefern sich einen Wettkampf nicht nur um die Höhe, sondern auch um das originellste Erscheinungsbild, indem sie im Inneren und Äußeren ein Entwurfsthema durchspielen. Zum Teil werden extravagante Hochhäuser wie riesige Schmucksteine in ihre Umgebung gesetzt, andere bestechen durch ihre Schlichtheit und Funktionalität. Wieder andere Hochhäuser treten den ehrgeizigen Versuch an, neben ökonomischen auch ökologischen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Ausstellung betrachtet nicht nur die gegenwärtigen Entwicklungen im Hochhausbau, sondern blickt ganz bewusst auch in die Zukunft. Kürzlich realisierte Gebäude stehen neben solchen, die sich aktuell im Bau befinden. Aber auch Entwürfe, die vielleicht Vision bleiben, sind Teil von „High Society“. Alle einundzwanzig Projekte werden anhand von Plänen, Fotos, Visualisierungen, Skizzen und Filmen, vor allem aber Modellen, veranschaulicht.

Der Katalog zur Ausstellung

Der Katalog vertieft in vier Essays die Hintergründe des Hochhausbaus. Layla Dawson untersucht das boomende Hochhausgeschäft in China. "Stack to move – dynamic vertical design" lautete der Beitrag von Ellen Kloft und Georg Rombusch. Christina Gräwe analysiert das Motiv der „Zwillingstürme“. Und Volkmar Bleicher wirft die Frage auf, ob es das ökologische Hochhaus überhaupt geben kann und welche Schritte aktuell unternommen werden, es zu realisieren. Ferner werden im Katalog alle in der Ausstellung vorgestellten Projekte beschrieben. Der 160seitige Katalog (deutsch / englisch) mit vielen farbigen Abbildungen, herausgegeben von Christina Gräwe und Peter Cachola Schmal, erscheint im Jovis Verlag, Berlin und kostet im Museum 22,-- Euro, als Flexcover-Ausgabe im Buchhandel 29,-- Euro.

Thomas Demand schuf im Auftrag der DekaBank für den Internationalen Hochhaus Preis eine Preisstatuette. Das Wahrzeichen des Internationalen Hochhaus Preises besteht aus hauchdünnen Titanschichten, die sich zu einer 36 cm hohen Skulptur auftürmen.

Ihre Ansprechpartner

Deutsches Architekturmuseum:
Christina Gräwe, Kuratorin der Ausstellung
Tel. 069 21 23 16 65 / E-Mail: christina.graewe (at) stadt-frankfurt.de

Deutsches Architekturmuseum:
Ursula Kleefisch-Jobst, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 069 21 23 63 18 / E-Mail: ursula.kleefisch-jobst (at) stadt-frankfurt.de

DekaBank Deutsche Girozentrale:
Thorsten Meier, Externe Kommunikation
Tel. 069 71 47 77 61 / E-Mail: thorsten.meier (at) dekabank.de

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 19.07.2018