INTERNATIONALER HOCHHAUS PREIS 2014

Die Jury des Internationalen Hochhaus Preises (IHP) 2014 hat einstimmig entschieden: Die Wohnhochhäuser Bosco Verticale in Mailand/Italien gewinnen den mit 50.000 Euro dotierten Wettbewerb um das weltweit innovativste Hochhaus. Das Architekturbüro Boeri Studio (Stefano Boeri, Gianandrea Barreca, Giovanni La Varra), heute Stefano Boeri Architetti und Barreca & La Varra, und Bauherr Manfredi Catella (Hines Italia SGR S.p.A.) nahmen die Preisstatuette und das Preisgeld heute im Rahmen eines Festakts in der Frankfurter Paulskirche entgegen. Überreicht wurde der Preis von Prof. Dr. Felix Semmelroth, Dezernent für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, und Dr. Matthias Danne, Immobilien- und Finanzvorstand der DekaBank. Mit Bosco Verticale wurde ein Projekt ausgezeichnet, das Pionierarbeit für die Bepflanzung von Hochhäusern geleistet hat und als Prototyp für die Städte von morgen gelten kann. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 19. November 2014 von der Stadt Frankfurt am Main mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank in der Frankfurter Paulskirche verliehen.

Die Finalisten 2014 auf einen Blick:

  • Bosco Verticale (Mailand\Italien) von Boeri Studio, Mailand
  • De Rotterdam (Rotterdam\Niederlande) von Office for Metropolitan Architecture, Rotterdam
  • One Central Park (Sydney\Australien) von Ateliers Jean Nouvel (Entwurfsarchitekten), Paris, und PTW Architects (verantwortliche Kontaktarchitekten), Sydney
  • Renaissance Barcelona Fira Hotel (L’Hospitalet de Llobregat bei Barcelona\Spanien) von Ateliers Jean Nouvel, Paris, und RIBAS & RIBAS Arquitectos, Barcelona
  • Sliced Porosity Block (Rafles City Chengdu, Chengdu\China) von Steven Holl Architects, New York

Der international wichtigste Architekturpreis für Hochhäuser richtet sich an Architekten und Bauherren, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertig gestellt wurden. Die Jury beurteilt die nominierten Projekte nach folgenden Kriterien:

  • zukunftsweisende Gestaltung
  • Funktionalität
  • innovative Bautechnik
  • städtebauliche Einbindung
  • Nachhaltigkeit
  • Wirtschaftlichkeit

Der Internationale Hochhaus Preis (IHP) wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt am Main ausgelobt. Initiiert wurde er 2003 gemeinsam von der Stadt Frankfurt mit dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank. Seitdem wird er in partnerschaftlicher Kooperation vom Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank organisiert und finanziert und im Jahr 2014 zum sechsten Mal verliehen. Der Internationale Hochhaus Preis wird für ein Bauwerk vergeben, das exemplarische Nachhaltigkeit, äußere Form und innere Raumqualitäten wie auch soziale Aspekte zu einem vorbildlichen Entwurf verbinden. Planer und Bauherren erhalten gemeinsam den Preis – eine Statuette des international bekannten Künstlers Thomas Demand und ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro.

Vorsitzender der internationalen Preisjury für den Internationalen Hochhaus Preis 2014 ist der Preisgewinner des IHP 2012 Christoph Ingenhoven (ingenhoven architects, Düsseldorf). Weitere Mitglieder der Jury sind: Louisa Hutton (Architektin und Gründungspartnerin von sauerbruch hutton, Berlin), Jan Knippers (Bauingenieur, Professor an der Universität Stuttgart und Partner bei Knippers Helbig Advanced Engineering), Swantje Kühn (Gründerin von GKK+Architekten BDA und Professorin an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe), Yew-Thon Leong (Professor an der Ryerson Universität, Toronto und u.a. Vorsitzender von SSG International), Neil Thomas (Gründer und Direktor von Atelier One, London), Horst R. Muth (Leiter Projektmanagement der Deka Immobilien GmbH, Frankfurt am Main), Peter Cachola Schmal (Direktor des Deutschen Architekturmuseums, Frankfurt am Main), Thomas Schmengler (Geschäftsführer der Deka Immobilien GmbH, Frankfurt am Main) und Felix Semmelroth (Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main).

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 16.07.2018