ROB KRIER IN DER SAMMLUNG: Künstlerische Vielfalt

Das Deutsche Architekturmuseum konnte im Juli 2003 das gesamte Material zum architektonischen Werk von Rob Krier für die Sammlung des DAM übernehmen. Die umfassende Schenkung spiegelt über vier Jahrzehnte künstlerischen Schaffens wider und umfasst mehrere Tausend Blätter Skizzen, Entwürfe und Präsentationszeichnungen, aber auch Ausführungs- und Detailplanungen, Architektur-Modelle und sogar größere Skulpturen. Die Besonderheit dieses Œuvres liegt in der technischen Vielfalt der Arbeiten: Aquarelle, Kohle-, Kreide- und Bleistiftzeichnungen sowie Ölgemälde.

Die herausragende Bedeutung Rob Kriers liegt in der Initialisierung der Postmoderne. Den Schwerpunkt seiner Arbeit bilden städtebauliche Themen und die Integration beziehungsweise die Gestaltung von Wohnungsbauten. Daraus entwickelt der gebürtige Luxemburger grundlegende Typologien zur Platz- und Raumgestaltung sowie zur Genese einzelner Bauteile. Die anschaulichen Typologien prägen die langjährige Lehrtätigkeit Rob Kriers an der Technischen Universität Wien und seine publizistische Arbeit. Parallel zur Architektur betätigt sich Krier auch als Bildhauer. Er ist stets bemüht, Kunst und Architektur zu verknüpfen. Seine Skulpturen akzentuieren Portale, füllen Nischen oder markieren als solitäre Arbeiten wichtige Blickbezüge.

Das DAM widmete dem architektonischen Lebenswerk von Rob Krier 2005 die Ausstellung Rob Krier. Ein romantischer Rationalist. Das dem DAM übergebene Material wurde wissenschaftlich aufgearbeitet und im Rahmen eines Werkverzeichnisses im Ausstellungskatalog veröffentlicht.

Die Inventarisierung - erstmals auf der Basis des Archivierungsprogramms MuseumPlus - wurde durch ein Stipendium der Gesellschaft der Freunde des DAM unterstützt. Die technische Umsetzung ermöglichte die Informationstechnik Museumsufer.

Unter www.dam-archiv.de findet sich die komplette Werkliste Rob Kriers incl. einiger ausführlicher eräuterter Projekte.

 

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 17.05.2012