SCHÄTZE AUS DEM ARCHIV.6: Heinz Bienefeld: Zeichnungen und Skizzen aus dem Nachlass Bienefeld

22. September – 30. Oktober 2016, Kabinett, 2. OG

Die sechste Präsentation in der Reihe „Schätze aus dem Archiv“ ist Heinz Bienefeld (1926–1995) gewidmet. 1999, schon wenige Jahre nach seinem Tod, hatte das Deutsche Architekturmuseum diesen wichtigen Vertreter der bundesdeutschen Nachkriegsarchitektur mit einer großen monographischen Ausstellung geehrt. Nun, mehr als 15 Jahre später, konnte Bienefelds Werkarchiv dank der Unterstützung der Hessischen Kulturstiftung und der Kulturstiftung der Länder von der Familie für die Sammlung des Hauses erworben werden.

Bienefelds über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahrzehnten entstandenes Werk umfasst wenig mehr als drei Dutzend private Wohnhäuser, einige Kirchen und einen Kindergarten sowie etliche Umbauten, die meisten davon im Rheinland. Zum Werkarchiv zählen 52 Modelle und rund 15.000 Dokumente. Die Ausstellung zeigt eine kleine Auswahl und präsentiert insbesondere die sehr eigenen Handskizzen und Zeichnungen, die den Arbeitsprozess und die intensive Auseinandersetzung selbst mit kleinsten Details eindrucksvoll veranschaulichen.

Bienefelds Beharren, dass jedes seiner Gebäude ein „Gesamtkunstwerk“ zu sein hatte, zeigt sich auch in der handwerklichen Qualität, die er einforderte. Wie kaum ein anderer Architekt verkörperte er den Widerstand gegen die Kultur der Baumärkte. Wie die Werkbundarchitekten vor 1914 entwarf er möglichst viele Einzelheiten selbst, die dann von Handwerkern in kleinsten Serien hergestellt wurden.

Begleitprogramm:

23. September 2016 um 19 Uhr: Vortrag von Wolfgang Voigt mit dem Titel "MIT DER UNABHÄNGIGKEIT DES EINZELGÄNGERS: Die Baukunst des Heinz Bienefeld"

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 14.11.2018