VERENA DIETRICH.EINE ARCHITEKTIN

Die 1941 in Wetzlar geborene Architektin Verena Dietrich kam erst spät zur Architektur und machte sich 1982 nach einigen Jahren der Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Köln selbstständig. Insbesondere im Bereich des Stahlbaus, Wohnungsbaus und des Verkehrsbaus machte sie durch Wettbewerbsgewinne und Preise auf sich aufmerksam (z.B. Zuschauertribüne in Köln-Höhenberg, 1990). Parallel zu der Praxis, erhielt Verena Dietrich 1985 ihren ersten Lehrauftrag in Siegen, wechselte später nach Berlin und Aachen und war schließlich von 1998 bis zu ihrem Tod 2004 an der FH Dortmund am Fachbereich Architektur Professorin für Entwerfen. Ihre Vorlesungen und Publikation behandelten besonders das Thema Frauen und Familie in der Wohn- und Arbeitswelt (z.B. Architektinnen – Ideen, Bauten, Projekte, Stuttgart 1986).

2004 vermachte Verena Dietrich dem DAM ihren architektonischen Nachlass in Form von Modellen, Zeichnungen, Plänen, Schriften, Aufzeichnungen, Fotos, elektronischen Medien etc. Dies ist der zweite Nachlass einer Architektin im DAM nach Lucy Hillebrand. Das DAM übernahm die Aufgabe der wissenschaftlichen Sichtung und Aufarbeitung, um das Werk mit Hilfe von MuseumPlus zu katalogisieren und in die Sammlung des DAM aufzunehmen.

Vom 6. Dezember 2006 bis 28. Januar 2007 zeigte das DAM die Ausstellung Verena Dietrich. Eine Architektin. Zur Ausstellung erschien ein Katalog.

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 17.12.2018