ARCHITEKTURPREIS FARBE ∙ STRUKTUR ∙ OBERFLÄCHE 2006

Ausstellung der Preisträger und ausgewählter Arbeiten
31. Mai bis 07. Juli 2006
verlängert bis 30.07.2006!

Der Architekturpreis Farbe·Struktur·Oberfläche 2006 wurde zum zweiten Mal gemeinsam von Baufarbenhersteller Caparol und den Architekturfachzeitschriften AIT und IntelligenteArchitektur ausgelobt. Der Wettbewerb prämiert vorbildlich umgesetzte Farbkonzepte in der Architektur. Vierundneunzig nominierte Arbeiten wurden im Hinblick auf beispielhaften Umgang mit Farbe, Struktur und Oberfläche im Innenraum, analog hierzu ebenso herausragende Fassadengestaltungen bewertet.

Am 25. April tagte das Preisgericht in Ober-Ramstadt. Die Juroren Peter Brückner, Brückner & Brückner Architekten + Ingenieure, Tirschenreuth; Bert Haller, Bert Haller gmbh, Mönchengladbach; Jan Kleihues, Kleihues + Kleihues, Berlin; Corinna Kretschmar, JOI-Design GmbH Innenarchitekten, Hamburg; Prof. Matthias Sauerbruch, Sauerbruch Hutton Architekten, Berlin; Ralf Murjahn, Geschäftsführer der Caparol-Firmengruppe, Ober-Ramstadt und Dietmar Danner, Chefredakteur der AIT, ABIT, Intelligente Architektur und Verlagsleiter der Verlagsanstalt Alexander Koch vergaben angesichts des hohen Niveaus und des breiten Spektrums der eingereichten Bauaufgaben innerhalb der Auslobung drei erste Preise.

Preisträger des Architekturpreis Farbe · Struktur · Oberfläche 2006 sind Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten ETH/BSA, Zürich, mit dem Projekt Mehrfamilienhaus am Fuße des Üetlibergs in Zürich. In der Jurybegründung hieß es: „[…] das Mehrfamilienhaus spricht durch seine unveredelten einfachen Baumaterialien eine spannungsvolle Sprache und lebt von Vielschichtigkeit und Gegensatz“.

Hild + K Architekten BDA, München erhielten einen Preis für das Bayrische Forschungs- und Technologiezentrum für Sportwissenschaften in München. Das Projekt beweist, so die Jury, „dass ein höchst enges Budget keinesfalls eine „arme“ Architektur zur Folge haben muss.[ …] Die Architekten entschieden sich [..] für einen Vollwärmeschutz, dem sie jedoch mit delikater Lasurtechnik einen sensiblen gestalterischen Ausdruck gaben.“

Ein weiterer Preis ging an das Künstlerbüro Jorge Pardo Sculpture, Los Angeles, für die Bar am Kaiserteich K21, Düsseldorf. „Eine Wandmalerei aus sechs Farbtönen zieht sich über die Wände bis an die Decke und bildet so eine angenehme ‚Raumhülle’ für den Gast. Die punktartigen Strukturen der Malerei erinnern an bewegte Lichtpunkte und setzen die Bar – wie in angenehmes, ‚schummriges’ Licht getaucht – effektvoll in Szene. Ein hinterleuchtetes Band aus Stahl und Acrylglas verläuft als erhabener Streifen über diese Flächen und unterstreicht die Bewegung der ‚Umhüllung’“, so die Jurybegründung.

Der Preis der drei Gewinnerbüros ist die Teilnahme jeweils eines Bürovertreters an einer Reise nach Dubai.

Weitere lobende Erwähnungen sprach die Jury für die folgenden drei Büros und Projekte aus: Barkow Leibinger Architekten, Berlin, mit dem Projekt Vertriebs- und Servicezentrum der Trumpf GmbH & Co. KG in Ditzingen, Carlos Martinez architekten ag fh swb, Windau, mit Künstlerin Pipilotti Rist für die Stadtlounge im Bleicheli-Quartier in St. Gallen, und Grüntuch Ernst Planungs GmbH, Berlin, für das Marie-Curie-Gymnaium, Dallgow-Döberitz. Der Wettbewerbsentscheidung vorab hatte eine prominente Nominierungsjury jeweils bis zu zehn Projekte benannt, die sie im Rahmen der Auslobung für preiswürdig erachtete. Der Nominierungsjury gehörten folgende Architekturbüros an: Auer + Weber Architekten, München, Baumschlager-Eberle Ziviltechniker GmbH, Lochau, Brandherm + Krumrey Innenarchitektur, Köln, Burkhalter Sumi Architekten, Zürich, Cossmann_de Bruyn Architektur Innenarchitektur Design, Düsseldorf, Delugan Meissl Associated Architects, Wien, Dietz Joppien Architekten, Frankfurt am Main, Landau + Kindelbacher Architekten - Innenarchitekten, München, Prof. Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt am Main, Ramseier & Associates Ltd., Zürich, RKW Rhode Kellermann Wawrowsky Architektur + Städtebau, Düsseldorf, Talledo Schlegel und Partner, Frankfurt am Main.

Im DAM sind in der Aktuellen Galerie bis zum 30. Juli die prämierten Arbeiten sowie eine Auswahl der eingereichten Projekte zu sehen.

 

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 22.01.2018