ERNST MAY (1886–1970). Neue Städte auf drei Kontinenten

28. Juli – 6. November 2011

Zum 125. Geburtstag von Ernst May am 27. Juli 2011 präsentiert das DAM die erste Gesamtübersicht zum Wirken des Architekten und Stadtplaners. May begann seine Architektentätigkeit in Frankfurt um 1912 und leitete schon bald in Schlesien einen umfangreichen Wohnungs- und Städtebau. Nach seiner Rückkehr an den Main entwickelte er ab 1925 das international anerkannte Experiment "Das Neue Frankfurt", in dessen Rahmen auch die "Frankfurter Küche" entstand. Im großen Stil plante er dann ab 1930 in der UdSSR neue Städte für die Industriezentren. Es folgte ein zwanzigjähriges Exil im kolonialen Ostafrika, bevor er 1954 nach Deutschland zurückkehrte, um noch ein Spätwerk in Gestalt zahlreicher Großsiedlungen umzusetzen. Die Entwicklung der Gartenstadtidee, des typisierten Wohnungsbaus und des Trabantensystems zeigen Mays herausragendes Engagement für die Moderne. Mays Wirkungsfeld erstreckte sich über drei Kontinente und über sehr unterschiedliche politische Systeme. Sein Leben ist damit auch als spannungsreiche politische Biographie zu lesen. Die Ausstellung zeigt alle Stationen von Mays Wirken anhand von Fotografien, Plänen, Modellen, Filmen und einer 3D-Projektion.

Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag ein umfangreicher und reich bebilderter Katalog in deutsch\englisch.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung jeweils samstags und sonntags 15 Uhr; Eintritt ins Museum 7 Euro\3,50 Euro ermäßigt. „Licht, Luft und Grün“ Kinder in den Siedlungen des neuen Frankfurts – Führungen durch die Ausstellung, für Schulklassen erfolgen nach Anmeldung unter bildung.dam@stadt-frankfurt.de


Eine Ausstellung in Kooperation mit der ernst-may-gesellschaft e.v., www.ernst-may-museum.de.

Ermöglicht durch Kulturfonds Frankfurt RheinMain, www.kulturfonds-frm.de

Mit freundlicher Unterstützung von der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Gesellschaft der Freunde des Deutschen Architekturmuseums e.V., der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, der Wüstenrot Stiftung, der Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, der Hessischen Kulturstiftung, der Nassauischen Heimstätte sowie der ABG Frankfurt Holding GmbH.

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 17.12.2018