Die Zusammenarbeit des Deutschen Architekturmuseums und der Hostatoschule in Frankfurt-Höchst im bundesweiten Bildungsprojekt schule@museum, an dem das Team für das Bundesland Hessen teilnimmt, hat am 7. Februar 2011 begonnen. Eine Expertenjury hatte das Tandem als eines von 16 Projektteams ausgewählt, die modellhaft Strukturen für eine langfristige Kooperation von Museen und Schulen entwickeln und erproben sollen. Ziel ist es, Schüler für die Institution Museum zu begeistern, sie durch kulturelle Teilhabe an gesellschaftspolitische Themen heranzuführen und den Unterricht durch kulturelle Bildung zu bereichern. Das Modellprojekt ist eine Gemeinschaftsaktion des BDK-Fachverbands für Kunstpädagogik, des Bundesverbands Museumspädagogik, der Bundeszentrale für politische Bildung, des Deutschen Museumsbundes und der Stiftung Mercator, die das Gesamtprojekt mit 132.000 Euro fördert.
Das Projekt „Eine interkulturelle Reise in die gebaute Umwelt – Schüler/innen entdecken Architektur“ bietet den Schülern und Schülerinnen des Jahrgangs 6 einen Einstieg in die Architektur auf Augenhöhe – lebensweltbezogen, praxisorientiert, spielerisch und kreativ. Zehn ArchitekturTage zu Beginn dienen als „Türöffner“ und führen die Jugendlichen in die großen und kleinen Themen der Architektur ein. Die Arbeit setzt im vertrauten Umfeld an, thematisiert zunächst das Schulgebäude, den Stadtteil und erweitert allmählich den Radius in Richtung „große“ Stadt. Expertengespräche wie im Büro schneider+schumacher sind ebenso vorgesehen wie eine Besichtigungstour durch Fosters Commerzbankgebäude. „Theorie“ wird immer von Möglichkeiten begleitet, das Erlernte praktisch umzusetzen – in eine Materialkiste, einen Entwurf, ein Arbeitsmodell. Den Höhepunkt bildet eine kompakte BauWoche in den Osterferien, die eine Bauaufgabe im Maßstab 1:1 vorsieht – ein Pavillon aus Bambus für den Schulhof, erbaut von Schülern für Schüler.
Das Frankfurter Bildungsprojekt wurde aus fast 150 Bewerbungen ausgewählt. „Wir sind begeistert von der großen Resonanz auf unsere Ausschreibung. Die Bandbreite der Bewerbungen ist ein Beleg für die Vielfalt und Kreativität unserer Museums- und Bildungslandschaft. Mit schule@museum möchten wir verschiedene Kooperationsansätze erproben, damit auch zukünftige Bildungspartnerschaften von unseren Erfahrungen profitieren können“, so Vera Neukirchen, stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Museumsbundes und Mitglied der Jury von schule@museum.
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