EIN HOCHHAUS, DAS ATMET

Das Finale um den Internationalen Hochhaus Preis (IHP) ist entschieden: Das Wohnhochhaus "The Met" in Bangkok / Thailand gewinnt den mit 50.000 Euro dotierten Wettbewerb um das weltweit innovativste Hochhaus. Wong Mun Summ, Mitinhaber des Architekturbüros WOHA, Singapur nahm die symbolische Preisstatuette im Rahmen eines Festaktes am 5. November 2010 in der Frankfurter Paulskirche entgegen. Den Preis überreichten die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. h. c. Petra Roth, und Dr. Matthias Danne, Immobilienvorstand der DekaBank.

„Die Idee ist, ein Hochhaus so zu öffnen, dass es inmitten einer Megacity nahezu buchstäblich atmet“, urteilte die Expertenjury unter Vorsitz von Spencer de Grey, Head of Design bei Foster + Partners, London, dem Gewinner des IHP 2008. Durch vorgelagerte, begrünte Balkons und in den Baukörper quer hinein geschnittene Freiräume zeichnet sich das Hochhaus durch eine sehr hohe Durchlässigkeit aus. Alle 370 Wohnungen werden allseitig belichtet und belüftet, was ein besonders nachhaltiges tropisches Wohnen ohne Klimaanlage ermöglicht. Diese sowohl ökologisch als auch ökonomisch äußerst effiziente Struktur dürfte, so die Jury, „global richtungsweisend sein bei der Suche nach innovativen lokalen Entwurfsansätzen.” Der Burj Khalifa in Dubai, das derzeit höchste Hochhaus weltweit und einer der Finalisten des IHP 2010, wurde mit einer besonderen Anerkennung für technologische Innovation geehrt.

Zu sehen sind der Preisträger, die vier weiteren Finalisten sowie das breite Spektrum der 27 nominierten Projekte in der Ausstellung „BEST HIGHRISES – Internationaler Hochhaus Preis 2010“, die das Deutsche Architekturmuseum wegen des Umbaus bis 16. Januar 2011 im benachbarten Museum für Angewandte Kunst Frankfurt zeigt.

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 22.05.2012