Brutalismus
BAUKULTURWERKSTATT: PLANUNGSKULTUR UND PROZESSQUALITÄT

In der Baukulturwerkstatt „Planungskultur und Prozessqualität“ wird gezeigt, welche Chancen innovative Planungs- und Bauprozesse für ländliche Räume bieten. Wie lassen sich neue Strategien für gute Gestaltung mit den Bedingungen von Förderinstrumenten verknüpfen? Welche Rolle spielen dabei Baukulturpolitik und Beteiligungsmöglichkeiten? Die Bundesstiftung Baukultur untersucht zudem die Zukunft von Wettbewerben und mobilen Gestaltungsbeiräten und festigt die Verankerung von Baukultur bei der Planung und Gestaltung unserer gebauten Lebensräume. Anhand von Best-Practice-Beispielen und in thematischen Workshops diskutieren Teilnehmer und Referenten aktiv, was Baukultur zur Erhaltung und Aufwertung der Lebensqualität vor Ort beiträgt. Die Ergebnisse fließen in den Baukulturbericht 2016\17 ein.

Die Ausgangslage für baukulturelles Schaffen ist von Region zu Region unterschiedlich. Viele ländliche Gemeinden und Kommunen haben eingeschränkte Möglichkeiten, um aktive Raumentwicklung und langfristige Planung zu betreiben. Häufig fehlen personelle und finanzielle Ressourcen für angemessene Planungsverfahren wie Planungsverbände, nachhaltige Dorferneuerungen und (mobile) Gestaltungsbeiräte. Um trotzdem die eigene Identität zu stärken und Standortqualitäten zu erarbeiten, sind andere Planungsinstrumente gefragt als im großstädtischen Raum. Strukturschwachen ländlichen Räumen stehen wiederum Kommunen gegenüber, die vom Wachstum einer naheliegenden (Groß)Stadt profitieren können oder aus sich selbst heraus wachsen. Mit den damit einhergehenden Möglichkeiten nimmt jedoch auch die Verantwortung zu, insbesondere vor dem Hintergrund des gering zu haltenden Flächenverbrauchs für Siedlungs- und Verkehrsflächen.

Für Ihre Teilnahme melden Sie sich bitte direkt an unter www.bundesstiftung-baukultur.de/baukulturwerkstatt. Die Teilnahme an der gesamten Veranstaltung ist kostenlos.


PROGRAMM

Donnerstag, 10. September 2015 Vorabendempfang
Honsellbrücke am Hafenpark, Honsellstraße 7, 60388 Frankfurt a. M.
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ab 18.00 Uhr \ Offener Empfang und Ausstellung
Lichtinstallation und Musikperformance: Kathrin Bethge & DJ John Eckhardt
Ausstellung der Best-Practice-Projekte


Freitag, 11. September 2015 Werkstatttag 9–17 Uhr
Auditorium der Commerzbank, Große Gallusstraße 19, 60547 Frankfurt a. M.
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ab 9.00 Uhr \ Eintreffen der Teilnehmer

09.30 Uhr \ Grußworte
Priska Hinz, Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Land Hessen
Peter Cachola Schmal, Direktor Deutsches Architekturmuseum
Sabine Djahanschah, Stiftungsratsmitglied Bundesstiftung Baukultur, Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur

10.00 Uhr \ Baukultur-Barometer: Chancen und Herausforderungen für Prozesskultur in ländlichen Räumen (Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur)

10.30 Uhr \ Vorstellung Best-Practice-Projekte

GUTE PLANUNGS- UND BAUPROZESSE

  • P01 Gestaltung von Wohnen und Mobilität in Eschwege (Alexander Heppe, Oberbürgermeister)
  • P02 Planungsprozesse in Weyarn (Michael Pelzer, Bürgermeister a.D.)
  • P03 AlpTransit Gotthard, Schweiz (Axel Regli &Uli Huber), angefragt
  • P04 Die Regionale 2016 (Uta Schneider, Regionale 2016 Agentur)
  • P05 HausAufgaben im Münsterland \ Ein Denklabor der Regionale 2016 zur Zukunft der Einfamilienhausgebiete der 1950er – 1970er Jahre (Jan Kampshoff, modulorbeat & Andreas Brüning, IMORDE)

BAUKULTURPOLITIK VERMITTELN UND STÄRKEN

  • P06 Förderung von Baukultur in Arnsberg (Thomas Vielhaber, Stadt Arnsberg)
  • P07 Baukultur in Südtirol (Adriano Oggiano, Autonome Provinz Bozen, Südtirol)
  • P08 Baukulturstrategie Südsteiermark (Wolfgang Fehleisen, Land Steiermark & Claudia Pronegg-Uhl, Projektmanagement und Angebotsentwicklung Weinland Steiermark)

13.00 \ Mittagspause


WETTBEWERBE UND (MOBILE) GESTALTUNGSBEIRÄTE

14.00 Uhr \ Podiumsdiskussion
Roland Gruber, nonconform architektur
Prof. Dr. Steffen Marx, Universität Hannover (angefragt)
Heiner Farwick, Präsident BDA

14.30 Uhr \ Leerstandsmanagement in ländlichen Räumen (Prof. Dr. Wolfgang Schäfers, IR EBS \ Urban Land Institute), angefragt

15.00 Uhr \ Offene Werkstatt \ Diskussion in Kleingruppen

16.00 Uhr \ Kaffeepause

16.30 Uhr \ Impulsvortrag: Stadt und Land\Countryside (Stephan Petermann, AMO)

17.00 Uhr \ Fazit \ Reiner Nagel

17.30 Uhr \ Ende der Veranstaltung


RAHMENPROGRAMM

10.–26. September 2015
Architektursommer Rhein-Main

11. September 2015, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung „Daheim – Bauen und Wohnen in Gemeinschaft“
Deutsches Architekturmuseum

12. September 2015, 10–13 Uhr
Stadtführung „Vom Industriestandort zum lebendigen Stadtquartier“

Im Rahmen eines zweistündigen Spaziergangs wollen wir den stadträumlichen Veränderungsprozessen nachspüren, die rund um die gläsernen Türme der EZB und dem neu entstandenen Hafenpark zu beobachten sind. In keinem anderen Stadtteil Frankfurts lässt sich der gegenwärtige Wandel so unmittelbar erleben wie hier!
www.guiding-architects.net/de/architektur-führung/frankfurt/

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 29.04.2017