DIE STADT + DIE MESSE – Wie Frankfurt handelt(e)

VORTRAG \ FÜHRUNG \ GEÖFFNET BIS NEUN
Immer mittwochs, Beginn 19 Uhr, Eintritt 7,50 Euro \ 5 Euro ermäßigt
1\2 Stunde Vortrag, 20 Uhr Ausstellungsrundgang

DIE STADT + DIE MESSE
Wo Frankfurt handelt(e)

Mi, 15. Mai 2019, 19 Uhr \ DAM Auditorium
Referent: CHRISTIAN SETZEPFANDT, Stadtführer und Autor

Seit alters her liegt Frankfurt, in der Mitte Deutschlands, am Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen. Nach den kirchlichen Messen und Wallfahrten im Frankfurter Dom entwickelten sich im frühen Mittelalter die ersten Handelsmessen, die Ricarda Huch die „irdische nährende Quelle“ nannte. 1240 verlieh Kaiser Friedrich II den Frankfurtern im Feldlager zu Ascoli das erste Messeprivileg, 1330 folgte ein weiteres kaiserliches Privileg. Die Frankfurter Messe gehört so zu den ältesten Messen in der Welt. Die Messen fanden im Kern der Altstadt zwischen Dom und Römer statt. Die Kaufleute kamen im Frühjahr und im Herbst, um ihre Waren anzubieten. Seit 1480 entwickelte sich neben der Handelsmesse auch eine Buchmesse. Mit den Kaufleuten und Waren kamen viele neue Ideen und Einflüsse an die Stadt am Main; für die Zeit der Messe war Frankfurt eine der internationalsten Städte des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. In der „Neuen Altstadt“ sind mit den Rekonstruktionen von vier Messehöfen die Wirkungen der Messe auf die Frankfurter Architektur zu sehen.

Keimzelle der heutigen Messe Frankfurt ist die 1909 fertiggestellte Festhalle, eine freitragende Kuppelkonstruktion aus Stahl und Glas. Architekten wie Oswald Mathias Ungers, Helmut Jahn und Nicholas Grimshaw haben mit ihren Entwürfen dem Frankfurter Messegelände ein zeitgenössisches Gesicht gegeben. Inzwischen ist Frankfurt gemessen an der Ausstellungsfläche nach Hannover und Shanghai der drittgrößte Messeplatz der Welt.

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 22.03.2019