STADTplus – DIE STADT + DIE ARRIVAL CITY

Wie Offenbach seine Migranten integriert
Mi, 8. März 2017, 19 Uhr

MATTHIAS SCHULZE-BÖING, Leiter des Amtes für Arbeitsförderung, Statistik und Integration der Stadt Offenbach

Offenbach hat eine lange Tradition der Immigration. Die Stadt ist ein »Ankunftsbezirk«, eine »Arrival City«. In der Bevölkerung sind 152 Nationen vertreten. Die Nationalitäten der ehemaligen Gastarbeiter stellen immer noch die größten Einzelgruppen, hauptsächlich Türken, Italiener und Griechen. In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren sind dann andere Gruppen aus den neuen EU-Mitgliedstaaten in Ost und Südosteuropa, aber auch aus Asien, Nordafrika und anderen Teilen der Welt hinzugekommen. Bei den »älteren« Gruppen der Zuwanderer aus den südeuropäischen Ländern und der Türkei findet sich ein wachsender Teil von Menschen, meistens aus der zweiten und dritten Generation, die Bildungskarrieren machen. Es gibt unter ihnen einen stark steigenden Anteil von Gymnasiasten, sowie auch Universitätsstudenten. Homogene ethnische Milieus können »nach oben« ziehen, wenn dort zum Beispiel Bildungserfolg hoch bewertet wird und ein Faktor bei der Gewinnung von Anerkennung und Status in der eigenen Gruppe ist wie etwa bei vielen Migranten aus Asien. Homogene Milieus können aber auch behindern, wenn sie zur Abschottung führen oder Bildungs- und Aufstiegsambitionen bremsen, weil man die Entfremdung von der eigenen Gruppe befürchtet.

VORTRAG \ FÜHRUNG \ GEÖFFNET BIS NEUN
Immer mittwochs, Beginn 19 Uhr
1\2 Stunde Vortrag, 20 Uhr Ausstellungsrundgang
Museum geöffnet bis 21 Uhr, Eintritt 7,50 Euro \ 5 Euro ermäßigt

Die weiteren Termine:
19. April \ DIE STADT + DAS ZWIELICHT \ Wo in Frankfurt die Halbwelt herrscht
3. Mai \ DIE STADT + DER FLUGHAFEN \ Wo Frankfurt abhebt
7. Juni \ DIE STADT + DIE TIERE \ Wann Nilgänse, Kaninchen und Wildschweine zum Problem werden

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 22.11.2017