Brutalismus
STEILDACH VERSUS FLACHDACH
Wie entsteht Heimat?

Sa, 11. März 2017, 10–17 Uhr, € 50 \ 30 (Studierende und Referendare), inkl. Material, Imbiss und Getränke
Fortbildung für Lehrkräfte und andere Interessierte

DIETER VON LÜPKE, Amtsleiter i.R., Stadtplanungsamt Frankfurt

Architektur schafft das „Dach über dem Kopf“, weckt aber auch Emotionen und Hoffnungen bis hin zu Heilserwartungen. Es erstaunt, welche ideologische Aufladung dabei die Frage der Dachform immer wieder erfährt. So war der sogenannte „Heimatschutzstil“ nicht ohne steil geneigte Dächer vorstellbar. So wird der „Neuen Altstadt“ als Ensemble alt anmutender Gebäude mit steil geneigten Dächern zugeschrieben, mit ihr werde das „Herz“ der Stadt Frankfurt am Main zurückgewonnen, mit ihr würde es den Frankfurterinnen und Frankfurtern leichter, die Stadt als „Heimat“ zu begreifen.
Das Seminar konzentriert den Blick auf das Dach als Beispiel für eines von mehreren prägenden Bauelementen. Dabei wird dem Wandel vorherrschender Dachformen in den Bauepochen seit 1800 nachgegangen. Gebaute Frankfurter Beispiele werden mit unterschiedlichen Bewertungen konfrontiert. Abschließend soll reflektiert werden, welche baulichen und welche nicht-baulichen Faktoren auf die Bewertung von Architektur Einfluss nehmen – und unter welchen Bedingungen „Heimat“ verloren geht oder neu gewonnen wird.

Die Fortbildung ist beim Landesschulamt Wiesbaden akkreditiert.
Architekt\innen erhalten 4 Fortbildungspunkte.
Anmeldung unter bildung.dam@stadt-frankfurt.de

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 23.02.2017